Orden, Anstecknadeln und Pins

Im Gegensatz zu vielen anderen Karnevalsgesellschaften geben die Knüppelhusaren nur Orden bei besonderen Ereignissen wie z. B. Jubiläen aus. Auf Sessionsorden wird traditionell verzichtet. Ergänzt werden die Orden durch Anstecknadeln und Pins, die in den jeweiligen Veranstaltungen verliehen werden. Auf dieser Seite finden Sie eine vollständige Übersicht aller jemals von den Knüppelhusaren herausgegebenen Pretiosen. (Ein Mausklick auf die jeweiligen Bilder öffnet diese in vergrößerter Ansicht in einem separaten Tab. Der besseren Erkennbarkeit zugunsten wurden die Größenverhältnisse in den Darstellungen nicht beachtet.)

Der erste Orden der Gesellschaft

Im Jahr 1937 wurde der Verein in Stoppenberg gegründet, kurz danch unterbrach der Krieg jedoch alle Aktivitäten. 1945 trafen sich einige der "alten" Enthusiasten, um die Stoppenberger Knüppelhusaren wieder aufleben zu lassen. Weil im Karneval auch damals bereits üblich, stand nun fest, ein Orden musste her. Aber woher nehmen, wenn noch vieles in Trümmern lag? Unter den Gründungsmitgliedern befandt sich der Stoppenberger Klempner Heinrich Hidding, der kurzerhand zu einer Konservendose griff und aus dem Weißblech den ersten Orden der Knüppelhusaren hämmerte.

In der Mitte der Mitte des Ordens wird bereits das damalige Stoppenberger Wahrzeichen, der Kaiser-Wilhelm-Turm auf dem Hallo sehr vereinfacht dargestellt. Leider wurde der Turm im 2. Weltkrieg stark beschädigt und letztendlich wurden die Reste im Jahr 1971 gesprengt. Doch durch die Verbundenheit des Vereins zu ihrem Gründungsort wird dieses Wahrzeichen bis heute immer wieder auf unterschiedlichen Orden und Pins sowie auch im hinteren Teil des Rosenmontagswagens gezeigt.

Zum 50. Jubliäum des Vereins im Jahr 1987 wurde der erste Orden zusammen mit der Chronik des Vereins in den Räumen der BEK ausgestellt, wie die WAZ am 06. Februar 1987 berichtete.


Die Hausorden

Wir freuen uns immer wieder über Menschen, die Interesse an unserer Tradition haben. Angenommen, jemand interessiert sich für den Verein und möchte Mitglied werden. Deswegen füllt er den Aufnahmeantrag aus und wird in unserem Kreis herzlich willkommen geheißen. Die nächste Zeit wird jedoch erst zeigen, ob wir überhaupt zu ihm passen und seinen Erwartungen gerecht werden - und auch wir lernen ihn kennen und finden heraus, ob er zu uns passt oder nicht. Satzungsgemäß trifft der Vorstand dann die entsprechende Entscheidung, was auch durchaus mehrere Monate dauern kann. Wird der Antragssteller aufgenommen, wir das in der nächsten Mitgliederversammlung verkündet und aus dem Antragsteller wird ein neues Mitglied. Als äußeres Zeichen wird dem neuen Mitglied dann auf der nächsten Galasitzung der Hausorden verlieren. Dieser ist das äußere Zeichen unserer Mitglieder und grundsätzlich in der Session auch zu allen offiziellen Karnevalsveranstaltungen deutlich sichtbar zu tragen.

Im Laufe der Jahre hat sich das Aussehen des Hausordens nur minmal verändert, insgesamt gibt es bis heute drei Varianten. Die ersten beiden sind noch von der KG Stoppenberger Knüppelhusaren, der dritte wurde dann ab 1977 nach der Umbenennung in "KG Knüppelhusaren Essen" herausgegeben:

1. Hausorden

Das Jahr 1954 zeichnete sich für die Knüppelhusaren als besonders erfolgreich aus, so gestaltete man 4 eigene Veranstaltungen sowie war verantwortlich für 3 Programmgestaltungen benachbarter Vereine. Die Gemeinschaftssitzung im städtischen Saalbau, die die Knüppelhusaren maßgeblich gestalteten, wurde vom NWDR-Rundfunk übertragen. In diesem Jahr wurde der neue Orden herausgegeben, der sich schnell zum 1. Hausorden entwickelte.

2. Hausorden

bis 1977 als KG Stoppenberger Knüppelhusaren

3. Hausorden

ab 1977 als KG Knüppelhusaren Essen


Prinzenpaarorden

"Ach wär' ich nur ein einzig Mal ein stolzer Prinz im Karneval", so schallte Jupp Schmitz seinen Sessionsschlager im Jahr 1958 von der Platte. Für einen Karnevalsverein ist es eine große Ehre, den Stadtprinzen oder die Stadtprinzessin aus den eigenen Reihen stellen zu dürfen.

In der Session 1971/1972 sollte den Knüppelhusaren diese Ehre zuteil werden. Aus Fritz Gropp wurde "Seine Tollität Prinz Fritz I.". Zu seiner Prinzessin wurde Helma Zeitz von der heute nicht mehr existenten "Karnevalsgesellschaft Große Altendorfer" erkoren, sie war fortan "Ihre Lieblichkeit Prinzessin Assindia Helma I."

Der Prinzenorden spiegelt wunderschön die damalige Mode dar, viele Orden wurden in diesem Stil gefertigt. Zeitlos hingegen die Anstecknadeln der Begleitungen, wenngleich interessant ist, dass die Herrennadel einen Stein trägt, die Damennadel hingegen schlichter gehalten wurde.

Der Prinzenpaarorden 1971/1972
Die Herrennadel der Begleitung
Die Damennadel der Begleitung

 Kinderprinzenpaarorden

Nach wie vor ist der Karneval für Kinder eine tolle Zeit, denn sie können sich verkleiden und ihre kindlichen Idole nachspielen, sei es Cowboy, Indianer, Superman, Minion usw. Auch der Rosenmontagszug ist für Kinder toll, denn was gibt es schöneres, als Kamelle zu sammeln? Dennoch ist die Nachwuchsfrage in den Traditionsvereinen alltäglich. Ohne Nachwuchs überaltern Vereine, was bereits bei vielen Vereinen zur Auflösung geführt hat. Dieser Trend setzt sich leider auch weiterhin fort. 

Das Festkomitee Essener Karneval hat in den 1970er-Jahren bereits erkannt, dass ein Kinderprinzenpaar die Schnittstelle zwischen kindlichem Karneval und dem Vereinskarneval darstellt. Genau wie die Stadtprinzenpaare wird daher in jeder Session ein neues Kinderprinzenpaar inthronisiert, welches genau wie das große Prinzenpaar viele unterschiedliche Termine bei Vereinen, in sozialen Einrichtungen aber auch Schulen wahrnimmt und so anderen Kindern zeigt, dass Karneval viel mehr Facetten bietet, als sie bisher kennen.

Genau wie das große Prinzenpaar wird in jeder Session auf den Veranstaltungen auch der Kinderprinzenpaarorden verliehen.

Im Jahr 2007 stammte der Kinderprinz aus den Reihen der Knüppelhusaren. Dominic Baumgarten wurde damit zu "Seine Tollität Prinz Dominic I.". Aus Altendorf sollte auch seine Prinzessin stammen, Nathalie Schmitz von der KAB Karnevalsgesellschaft Altendorfer Buben e. V. wurde zur "Ihre Lieblichkeit Prinzessin Assindia Nathalie I."

Kinderprinzenpaarorden 2007:  

 


Jubiläumsorden

Die wichtigsten karnevalistischen Jubiläen sind natürlich die Jahre, die ein vielfaches der närrischen Zahl 11 ergeben. Aber auch runde Jubiläen und insbesondere 25, 50 und 75 Jahre sind nicht nur ein Grund zu feiern, sondern auch im Rahmen von Orden daran zu erinnern. Hier nun die Jubiläumsorden der Knüppelhusaren:

1962: 25 Jahre Knüppelhusaren: 

Diese kleine Medaille wurde von den Mitgliedern überreicht,
um den Hausorden damit oberhalb zu erweitern.

1981: 44 Jahre Knüppelhusaren:

Kein Orden, aber eine Anstecknadel für die Uniform.

 

1987: 50 Jahre Knüppelhusaren:

Der erste echte Orden der Knüppelhusaren in Form
eines Sessionsordens. 

Die Haltung des dargestellten Knüppelhusaren lässt zwar
etwas zu wünschen übrig, aber auf der anderen Seite
waren die Knüppelhusaren bereits im Mittelalter dafür
bekannt, ordentlich feiern zu können.

1992: 5x11 Jahre Knüppelhusaren

Zum 55. Jubiläum wurde ein Orden herausgegeben,
der die damalige Heimat der Knüppelhusaren zeigt,
nämlich das Hotel Margarethenhöhe. Hierhin zog es
die Knüppelhusaren, als in Stoppenberg der letzte
Saal entsprechender Größe für Karnevalsveranstal-
tungen geschlossen wurde.

1997: 60 Jahre Knüppelhusaren

Zum 60. Jubiläum wurde eine Anstecknadel heraus-
gegeben, die wieder das ursprüngliche Wahrzeichen
der Knüppelhusaren, den Kaiser-Wilhelm-Turm auf
dem Hallo in Stoppenberg zeigt.

2003: 66 Jahre Knüppelhusaren

Auch in diesem Jahr wurde eine Anstecknadel heraus-
gegeben, die einen Knüppelhusar in Uniform und den
in Gold gehaltenen Kaiser-Wilhelm-Turm als Kopf-
schmuck des Stecken-Esels darstellt.

2012: 75 Jahre Knüppelhusaren

Das Herbert Bögel, unser langjähriger Präsident von
1953 bis 1983 hauptberuflich Kriminalbeamter war,
ist vermutlich nicht die Inspiration zu unserm Jubi-
läumssterns gewesen. Dennoch wird diese Ansteck-
nadel auch gerne unser Sheriffstern genannt.

Zurück zu den Wurzeln führt übrigens die Inschrift,
die an den Namen des Vereins der ersten 40 Jahre
errinert: Stoppenberger Knüppelhusaren

2014: 77 Jahre Knüppelhusaren

Der beliebteste Orden der Knüppelhusaren zeigt einen
Knüppelhusaren in der traditionellen grünen Uniform
sowie eine Jubliäumsstandarte, die es zwar nie echt
gegeben hat, jedoch auf dem Orden allgegenwärtig
ist.


Weitere Orden, Nadeln, Pins etc. der Knüppelhusaren

Diese Pins wurden ohne besonderen Anlass herausgegeben:

Vereinsnadel der Knüppelhusaren:

Diese kleine Vereinsnadel wird am Revers der Uniform 
oder, sofern Gala gefragt ist, des Anzugs getragen. 

Knüppelhusaren-Pin 2016:

Im Stil des beliebten Jubiläumsordens von 2014 wird
dieser Pin Freunden des Vereins verliehen.